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Gewalt in der Psychoanalyse

Bernhard Schwaiger

Die Psychoanalyse kennt keine Individuen und Identitäten sondern geht von Identifizierungen aus:  diese finden sich einerseits im „Sozialen“ wieder (wie in Freuds Massenpsychologie – das Soziale basiert auf Identifizierungen), und konstituieren andererseits den Psychischen Apparat. Lacan nennt die Psychoanalyse eine Methode, die es erlaubt, sich eben von diesen Identifizierungen zu lösen – sie zu zersetzen (analysieren) – Lacan spricht dabei auch von „des-identifications“.  Das Walten der Signifikanten, die aus dem „Mord am Ding“ (Lacan, Ecrits, S. 321) hervorgingen und das Begehren des Subjekts konstituieren, werden in einer Gewalt des Sprechens und Hörens erfahren.

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